Die Auslegung entscheidet darüber, ob eine Hochdruckpumpe jahrelang zuverlässig läuft oder vorzeitig verschleißt. Zwei Größen bestimmen alles Weitere: der geforderte Betriebsdruck und die benötigte Fördermenge. Aus ihnen folgen Motorleistung, Drehzahl und Antriebskonzept.
Kennen Sie Ihren Betriebspunkt bereits, liefert der Pumpenfinder alle passenden Modelle – die kleinste ausreichende Pumpe zuerst. Für die endgültige Auslegung inklusive Medium und Antrieb erreichen Sie unseren technischen Vertrieb über die Kontaktseite.
Wie berechne ich die erforderliche Motorleistung?
Als Faustformel gilt: Leistung [kW] = Druck [bar] × Fördermenge [l/min] / 480. Beispiel: 320 bar × 20 l/min / 480 ergibt rund 13,3 kW. Gewählt wird dann die nächste Motornormgröße darüber.
Wie kann ich die Fördermenge einer Pumpe reduzieren?
Über die Drehzahl. Beispiel: Eine Pumpe liefert 15 l/min bei 1450 min⁻¹, benötigt werden 10 l/min – 1450 / 15 × 10 ergibt 967 min⁻¹. Die Drehzahl wird über Riemenscheiben oder stufenlos über einen Frequenzumrichter eingestellt. Hinzu kommt die Wahl des Motors: Seine Polzahl bestimmt die Drehzahl, üblich sind 4-, 6- oder 8-polige Ausführungen. Wichtig: Eine Plungerpumpe wird nie schneller als ihre Nenndrehzahl betrieben – die Fördermenge wird immer nach unten angepasst, nie durch Überdrehen erhöht.
Was ist beim Riementrieb zu beachten?
Zwei Regeln: Erstens wird maximal 3:2 untersetzt – größere Untersetzungen erfordern ein Getriebe. Zweitens wird nie „ins Schnelle" übersetzt: Die Pumpe dreht immer langsamer als der Motor, nie schneller.
Warum sollte eine Pumpe im Dauerbetrieb (S1) langsamer laufen?
Bei kontinuierlichem 24/7-Betrieb ist die typische Nenndrehzahl vierpoliger Antriebe von etwa 1450 min⁻¹ zu hoch und verschleißfördernd. Wir legen Dauerläufer bewusst größer aus und betreiben sie mit reduzierter Drehzahl – bevorzugt mit 6-poligem Motor (etwa 960 min⁻¹) oder per Riemenuntersetzung beziehungsweise Frequenzumrichter. Die Pumpe erreicht die geforderte Fördermenge dann bei niedriger Drehzahl, läuft ruhiger und die Standzeiten von Dichtungen und Ventilen steigen deutlich.
Was ist beim Betrieb mit Frequenzumrichter zu beachten?
Der übliche Regelbereich liegt bei 20 bis 50 Hz. Unterhalb von 20 Hz reicht die Eigenkühlung des Motorlüfters nicht mehr aus – dann ist ein Fremdlüfter am Motor erforderlich. 50 Hz sind die Obergrenze: Die Pumpe wird nie über ihre Nenndrehzahl hinaus betrieben.
Wie wähle ich die richtige Düse aus?
Die Düsengröße ergibt sich aus Betriebsdruck und Fördermenge: Nur wenn beide zusammenpassen, baut das System den gewünschten Druck auf. Eine zu große oder verschlissene Düse ist die häufigste Ursache für Druckverlust. Wir berechnen die passende Düsengröße für Ihre Kombination aus Druck und Fördermenge – sprechen Sie uns an.
Welche Angaben benötigt CAT PUMPS für ein Angebot?
Für eine passgenaue Auslegung brauchen wir: Betriebsdruck in bar, Fördermenge in l/min, Medium (Wasser, VE-Wasser, Chemikalie und Ähnliches), Medientemperatur, Betriebsart (Aussetz- oder Dauerbetrieb), Zulaufbedingungen (Tank oder Leitungsdruck) sowie bei Bedarf Angaben zu Aufstellung, Steuerung und Spannungsversorgung.